
Technisch ist es eine Terrassenüberdachung mit geschlossenen Seiten. Die Glasschiebewände laufen in einer Bodenschiene und lassen sich im Sommer vollständig zur Seite schieben — dann steht die Terrasse wieder offen. Im Winter halten sie Wind und Regen draußen.
Beheizt wird nicht, gedämmt auch nicht. Trotzdem liegt die Temperatur an einem sonnigen Wintertag schnell zehn Grad über der Außentemperatur; im Frühjahr und Herbst ist der Unterschied noch deutlicher. In der Praxis verlängert das die nutzbare Terrassenzeit um mehrere Monate im Jahr.
Weil es kein beheizter Wohnraum ist, gelten die energetischen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes nicht — das ist der Grund, warum ein Kaltwintergarten so viel günstiger ist als ein Wohnwintergarten.
Ein Wohnwintergarten ist bauliche Erweiterung des Hauses: Streifenfundament, gedämmter Boden, Isolierverglasung, Heizung, oft Lüftung. Er zählt zur Wohnfläche und muss die Anforderungen an Wärmedämmung erfüllen. Fast immer ist ein Bauantrag nötig.
Das ist ein anderes Gewerk als unseres. Wenn du das suchst, sagen wir dir das offen und empfehlen dir gern einen Fachbetrieb — es hat keinen Sinn, dir stattdessen etwas zu verkaufen, das deine Erwartung nicht erfüllt.
Sobald Seiten geschlossen sind, kann Wasser nicht mehr seitlich abtrocknen. Die Bodenschiene der Schiebewände braucht deshalb eine saubere Entwässerung, und der Terrassenbelag sollte leichtes Gefälle nach außen haben.
Ebenso wichtig: Kondenswasser. In einem unbeheizten Glasraum schlägt sich an kalten Morgen Feuchtigkeit an den Scheiben nieder. Das ist normal und kein Mangel — mit einer schmalen Lüftungsöffnung oder gelegentlichem Aufschieben ist es erledigt.
Ja, wenn die Überdachung dafür vorbereitet ist. Deshalb fragen wir beim Aufmaß immer, ob Schiebewände später einmal dazukommen sollen — die Profile und die Bodenschiene lassen sich dann von Anfang an passend wählen.
Sie sind kein Ersatz für eine gesicherte Haustür. Die Wände bestehen aus Einscheiben-Sicherheitsglas und lassen sich verriegeln, bieten aber keinen zertifizierten Einbruchschutz. Für die Terrasse ist das in aller Regel auch nicht das Thema.
Das hängt von der Breite ab. Übliche Elementbreiten liegen zwischen 60 und 100 Zentimetern; geschoben wird auf mehreren Laufschienen, sodass alle Elemente an einer Seite zusammengeschoben werden können. Wir rechnen das beim Aufmaß aus.

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