
Die häufigste Reue betrifft die Tiefe. Ein Esstisch mit Stühlen, die man zurückschieben kann, braucht rund 3,50 Meter — nicht 3. Wer knapp plant, sitzt später mit dem Rücken im Regen.
Miss deshalb nicht die Terrasse, sondern die Möbel, die daruntersollen. Und rechne 30 Zentimeter Bewegungsraum dazu.
Eine Südterrasse braucht Beschattung, sonst wird es unter Glas im Hochsommer unangenehm. Eine Nordterrasse braucht sie nie. Bei Ost- und Westlage ist die Frage, ob morgens oder abends genutzt wird.
Wer die Beschattung gleich mitplant, spart Geld: Die Schienen für eine Unterdach-Markise lassen sich beim Bau einfach integrieren, später nachrüsten kostet mehr.
Für die Stützen braucht es tragfähigen Untergrund. Vorhandene Betonplatten reichen manchmal, oft aber nicht. Wenn Pflaster auf einem Sandbett liegt, müssen Punktfundamente gesetzt werden — das bedeutet, dass an diesen Stellen Steine aufgenommen und wieder eingesetzt werden.
Kläre außerdem, ob Leitungen im Boden liegen. Ein Regenwasserkanal oder eine Stromleitung genau dort, wo die Stütze hinsoll, ist ein klassischer Grund für Umplanung am Montagetag.
Eine Überdachung von 6 × 3,50 Metern sammelt bei einem kräftigen Regen erhebliche Wassermengen. Das muss irgendwohin: an ein vorhandenes Fallrohr, in eine Zisterne oder in eine Versickerung. Frei auf die Terrasse ausströmen zu lassen, funktioniert nur auf dem Papier.
Glasschiebewände, Senkrechtmarkise, LED-Beleuchtung, vielleicht ein Heizstrahler. Nichts davon muss sofort sein — aber wenn es später kommen soll, gehört es jetzt in die Planung. Kabelwege und Profilwahl lassen sich nachträglich nur mit Aufwand ändern.
Anthrazit (RAL 7016) ist mit Abstand die häufigste Wahl und passt zu fast jeder Fassade. Weiß wirkt leichter, zeigt aber Verschmutzung schneller. Sonderfarben aus der RAL-Palette sind möglich, kosten Aufpreis und ein bis zwei Wochen mehr Lieferzeit.
Ein Tipp aus der Praxis: Halte ein Musterstück im Tageslicht an die Hauswand, nicht im Baumarkt unter Neonlicht. Farben wirken draußen anders.
In der Regel vier bis acht Wochen: Aufmaß meist innerhalb weniger Tage, Angebot binnen 48 Stunden, danach Fertigung. Die Montage selbst dauert ein bis zwei Tage.
Montiert wird ganzjährig, außer bei Frost und Sturm. Wer im Frühjahr nutzen will, sollte im Herbst oder Winter bestellen — dann sind die Termine entspannter als im Mai.
Ja, das ist sinnvoll. Die meisten Entscheidungen — Tiefe, Farbe, Stützenposition — fallen genau dort, und vor Ort sieht man Dinge, die auf keinem Foto zu erkennen sind.

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